Donata Berra im SLA

Porträt von Donata Berra
Donata Berra (2019)
© Yvonne Böhler

Donata Berra wurde 1947 in Mailand geboren und lebt in Bern. Nach einem Studium der Literatur und der Musikologie an der Università Statale di Milano verbrachte sie einen Aufenthalt zur Erlernung der deutschen Sprache und zur Vertiefung der Musikologie in Stuttgart. 1974 zog sie nach Bern, wo sie bis 2012 an der Universität und in der Pädagogischen Hochschule italienische Sprach- und Literaturwissenschaft lehrte .
 
Daneben entwickelte sie ihre Tätigkeit als Dichterin und als literarische Übersetzerin vom Deutschen ins Italienische. Unter anderem übersetzte sie Werke von Friedrich Dürrenmatt, Klaus Merz und Stefan Zweig. Als Mitglied der Gruppe Olten war sie von 1992 bis 1997 im Direktionskomitee, 2000 bis 2001 war sie Mitglied der Programmkommission der Solothurner Literaturtage.

Donata Berra hat mehrere Gedichtsammlungen publiziert, darunter «A memoria di mare» (Bellinzona, Casagrande, 2010) und «Vedute bernesi» (Viganello, alla chiara fonte, 2005), im 2017 in viersprachiger Fassung neuaufgelegt. In deutscher Sprache erschien zuletzt die Anthologie «Maddalena» (Zürich, Limmat Verlag, 2019) mit einer Textauswahl des Übersetzers Christoph Ferber und einigen neuen Gedichten.

Die Autorin wurde mehrfach ausgezeichnet, 1993 mit dem Schweizerischer Schillerpreis, 1997 dem Literaturpreis des Kantons Bern und 2001 mit einer Ehrengabe des Gottfried-Keller-Preises. 2018 erhielt sie für «La guerra invernale del Tibet» («Der Winterkrieg in Tibet») von Friedrich Dürrenmatt (Milano, Adelphi, 2017) den Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis des Goethe-Instituts sowie 2019 von der Stadt Bern die literarische Auszeichnung «Weiterschreiben».

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Letzte Änderung 04.07.2022

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