Archive Doris und Serge Stauffer

Die Archive Doris und Serge Stauffer weisen enge Bezüge zu weiteren Sammelteilen der Graphischen Sammlung der Nationalbibliothek (NB) auf, beispielsweise zu den Archiven Daniel Spoerri, Karl Gerstner, Niklaus Stauss und Andreas Züst. Spoerri und Gerstner diente Serge Stauffers Grundlagenforschung wesentlich zur Entwicklung ihres Werks. Die Archive Doris und Serge sind eine Quelle zur Erforschung der soziokulturellen Bedeutung der künstlerischen Bewegungen der 1960er und 1970er Jahre und der Pionierzeit der Frauenbewegung in der Schweiz.    

Doris und Serge Stauffer, 1982, Foto: Isabelle Wettstein. Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung, Archiv Doris und Serge Stauffer
Das Künstlerpaar Doris und Serge Stauffer in angeregter Diskussion
© Foto: Isabelle Wettstein

Serge Stauffer (1929–1989) wurde bekannt als Übersetzer von Marcel Duchamps Schriften ins Deutsche. Seit 1968 leistete er Pionierarbeit im Feld der mittlerweile institutionalisierten künstlerischen Forschung. Er korrespondierte etwa mit Daniel Spoerri, Karl Gerstner, André Thomkins und Rudolf de Crignis, von denen sich ebenfalls grosse Bestände in der NB befinden. Ein intensiver Briefwechsel verband ihn mit Marcel Duchamp, sowie auch mit Meret Oppenheim, deren literarischer Nachlass vom Schweizerische Literaturarchiv der NB beherbergt wird.

Doris Stauffer (1934–2017), Objekt- und Aktions-Künstlerin und Aktivistin der Frauenemanzipationsbewegung und ihr Ehemann Serge waren Mitbegründer und Dozenten der Kunstschule F+F, Farbe und Form, in Zürich. Dadurch wirkten sie politisch, sozial und künstlerisch prägend auf die damals junge Generation von heute noch erfolgreichen Kulturschaffenden, wie beispielsweise Peter Fischli/David Weiss.

Inhalt und Umfang

Die Archive Doris und Serge Stauffer sind exemplarische Künstlerarchive. Sie enthalten:

  • zahlreiche persönliche Dokumente, die soziokulturelle Querbezüge herstellen
  • bedeutende Teile des künstlerischen Werks des Paars, wie Fotobücher, fotografische Arbeiten, Porträts, Vorarbeiten und Entwürfe
  • zahlreiche Manuskripte
  • eine Dia-Sammlung
  • Werke verschiedener Schülerinnen und Schüler, die einen umfangreichen Einblick in die Lehre und Geschichte der Kunstschule F+F, Farbe und Form, in Zürich geben, deren unkonventionelle Unterrichtsmethoden internationale Beachtung fanden

Sammelgrundsätze

  • Ziel ist eine möglichst vollständige Archivsammlung Doris und Serge Stauffer
  • Die Archive werden durch Unterlagen von Doris und Serge Stauffers Erben vervollständigt.

Recherche und Zugang

  • Die Archive Doris und Serge Stauffer finden Sie in der Datenbank HelveticArchives
  • Informationen zu den Archiven Doris und Serge Stauffer auf Anfrage
  • Konsultation der Originale vor Ort (Termin nach Vereinbarung)

Letzte Änderung 20.09.2021

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Kontakt

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Graphische Sammlung
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