Die Leinwand beschreiben: von der Literatur zum Film und zurück

Literatur und Film sind seit je leidenschaftlich miteinander verbunden. Ausgehend von Beständen des Schweizerischen Literaturarchivs gibt die Ausstellung «Die Leinwand beschreiben» vom 1. September 2023 bis am 12. Januar 2024 einen Überblick über diese spannungsreichen Beziehungen.

Cendrars cinema
Originalausgaben von «L’ABC du cinéma» (1926) und «Hollywood, la Mecque du cinéma» (1936) von Blaise Cendrars (Nachlass Cendrars, Schweizerisches Literaturarchiv). Foto: NB, Simon Schmid

Was passiert, wenn Literatur und Film zusammentreffen? Das neuartige Medium hat Autorinnen und Autoren seit seiner Erfindung zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Zeichen moderner Dynamik fasziniert. Sie schilderten ihre Erlebnisse in den dunklen Kinosälen, stellten sich selbst Filme vor, entwarfen Drehbücher, standen hinter der Kamera, und ihre Romane wurden verfilmt. Dies die vielfältigen Möglichkeiten, wie Autorinnen und Autoren bis heute «die Leinwand beschreiben». 

Das Schweizerische Literaturarchiv (SLA) bewahrt die Spuren dieses oft leidenschaftlichen Austauschs. Ausgehend von renommierten Beständen (Blaise Cendrars, Patricia Highsmith, Friedrich Dürrenmatt) gibt die Ausstellung auch anhand von unbekannten, überraschenden Zeugnissen einen Überblick über die spannungsreichen Beziehungen zwischen der Welt des Wortes und jener der bewegten Bilder.

Ein reichhaltiges Rahmenprogramm begleitet die Ausstellung «Die Leinwand beschreiben». Eine erste Kostprobe gibt ein Workshop im April, der der «literarischen Cinephilie» gewidmet ist. Mit dem Film verbundene Autoren wie Bernard Comment, Charles Lewinsky und Plinio Martini stehen im Zentrum von Soireen. Im Oktober widmet sich eine Tagung der Inszenierung von Autorschaft und Archiv in Dokumentarfilm und Biopic. Das Schweizerische Literaturarchiv arbeitet zudem mit dem Kino Rex und der Kinemathek Lichtspiel in Bern zusammen. Schliesslich werden weitere Aspekte des grossen Themas mit einer Nummer des SLA-Zeitschrift «Quarto» zu nicht realisierten Filmprojekten und zwei Nummern des SLA-Bulletins «Passim» vertieft.

Das vollständige Programm wird im Laufe des Sommers bekannt gegeben.

Letzte Änderung 30.01.2023

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