Am 18. Oktober findet um 18 Uhr die Eröffnung der Tagung «Bewegte Literaturgeschichte» im Kino REX statt. Auf die Filmvorführung von «Loving Highsmith» (2022) folgt ein Gespräch mit der Regisseurin Eva Vitija. Moderiert von Ulrich Weber.
Die Liebe und ihr prägender Einfluss auf die Identität sind der heimliche Nährboden für die Werke von Patricia Highsmith. Neben komplexen psychologischen Kriminalromanen wie «The Talented Mr Ripley» oder «Strangers on a Train» schreibt die weltbekannte Autorin mit «The Price of Salt» bzw. «Carol» Literaturgeschichte: Zum ersten Mal endet eine Liebesbeziehung zwischen zwei Frauen nicht in einem Desaster.
Doch Patricia Highsmith kann den 1952 erscheinenden Roman nur unter Pseudonym herausbringen. Zeitlebens sieht sie sich gezwungen, vor ihrer Familie in Texas wie vor der Öffentlichkeit geheim zu halten, dass sie lesbisch ist. Wie viele ihrer Romanfiguren führt sie ein Doppelleben. Über ihr bewegtes Liebesleben – ein für sie immer präsentes Thema – schreibt Patricia Highsmith nur in ihren Tage- und Notizbüchern.
Regisseurin Eva Vitija stützt sich auf diese Schriften. Darüber hinaus ist es ihr gelungen, ehemalige Freundinnen und die Familie von Patricia Highsmith für ihren Kinofilm «Loving Highsmith» zu gewinnen. Entstanden ist eine faszinierende Liebesbiografie, die ins Land der Obsessionen, der doppelten Identität, der Geheimnisse und der Sehnsüchte von Patricia Highsmith führt: Ein Film, der ein neues, zuweilen romantisches und poetisches Licht auf eine der schillerndsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts wirft.
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der öffentlichen Tagung «Bewegte Literaturgeschichte. Autorschaft, Text und Archiv in Dokumentarfilm und Biopic».
Besuch
Mittwoch, 18. Oktober 2023, 18–20.30 Uhr im Kino REX, Schwanengasse 9, Bern
Eintritt: CHF 17.-, ermässigt CHF 15.-
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