Emmy Hennings Studienausgabe

Im Schweizerischen Literaturarchiv wird eine Kommentierte Studienausgabe der wichtigsten Werke und Briefe von Emmy Hennings erarbeitet.    

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Karte von Emmy Hennings an Hermann Hesse, 7. Juni 1927
© SLA

Auf der Grundlage des Nachlasses von Emmy Hennings und Hugo Ball, der seit 2009 im Schweizerischen Literaturarchiv liegt, wird die erste Werkausgabe von Emmy Hennings erarbeitet. Die Romane, die Gedichte, ausgewählte Prosatexte und Feuilletons sowie eine Auswahl der Briefe werden in Einzelbänden sorgfältig ediert und anhand von erläuternden Stellenkommentaren, Dokumenten zur Wirkungsgeschichte und ausführlichen Nachworten für heutige Leserinnen und Leser zugänglich gemacht.

Emmy Hennings, geboren 1885 in Flensburg, gestorben 1948 in Lugano-Sorengo, war zunächst Schauspielerin und Vortragskünstlerin an Varietés und Kabaretts, später Lyrikerin und Schriftstellerin und nach dem Tod ihres Mannes Hugo Ball dessen Biografin und «lebendiger Nachlass». Viele ihrer Texte sind verstreut in Zeitungen erschienen oder längst vergriffen.

Die Kommentierte Studienausgabe macht dieses beeindruckende literarische Werk wieder zugänglich. Sie lädt dazu ein, eine Schriftstellerin zu entdecken, die mit ihren eigenwilligen Erzählverfahren und durch ihre schonungslose Behandlung von Themen wie Gefängnis oder Prostitution einen bedeutenden Beitrag zur Literatur des 20. Jahrhunderts geleistet hat.

Die Ausgabe wird im Auftrag des Schweizerischen Literaturarchivs und des Vereins zur Förderung des Schweizerischen Literaturarchivs herausgegeben. Sie wird im SLA in Kooperation mit Nicola Behrmann (Rutgers University) erarbeitet und erscheint im Wallstein Verlag.

 

Bisher erschienene Bände

Emmy Hennings, Gefängnis – Das graue Haus – Das Haus im Schatten

Wallstein, Göttingen 2016, (2. Aufl.)
Herausgegeben von Christa Baumberger und Nicola Behrmann
Mit einem Nachwort von Christa Baumberger

Emmy Hennings, Das Brandmal | Das ewige Lied

Wallstein, Göttingen 2017
Herausgegeben von Nicola Behrmann und Christa Baumberger
Mit einem Nachwort von Nicola Behrmann

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