Fasnachtszeitungen

Frage eines Fasnächtlers

Täuscht mein Eindruck, dass die Fasnacht vor allem in katholischen Gegenden gepflegt wird, oder gibt es dieses Brauchtum auch anderswo?  

Die Fasnachtszeitung «Giftsprütze» ist ein «humoristisches Organ für Bischofszell und Umgebung». Das Titelbild zeigt eine Infusionsspritze, die viele Giftspritzer versprüht.
© situ-narren.ch, Foto: Schweizerische Nationalbibliothek (NB), Signatur V 9846

Tatsächlich haben die Reformatoren die Fasnacht als «papistisches Treiben» verboten, jedoch nicht mit durchgängigem Erfolg. Auch die katholische Kirche schwenkte in der Folge auf einen missbilligenden Kurs gegenüber dem närrischen Treiben ein.

Seit dem 19. Jahrhundert blühte die Fasnacht auch in reformierten Gebieten der Schweiz auf. Davon zeugen unter anderem die humoristischen und satirischen Zeitungen, die zur Fasnachtszeit vielerorts erscheinen. Die Schweizerischen Nationalbibliothek (NB) besitzt eine zwar lückenhafte, aber reichhaltige Sammlung von solchen Blättern aus allen Landesteilen.

Als typische Vereinspublikationen sind die Fasnachtszeitungen im NB-Vereinsschriftenkatalog (V-Katalog) nachgewiesen. Die Liste umfasst rund 180 Titel, wobei zum Teil bloss einzelne Nummern den Weg in die NB gefunden haben. Die ältesten Ausgaben stammen aus dem Ende des 19. Jahrhunderts.

Die Dokumente können im Lesesaal der NB eingesehen werden. Für Kopien daraus stehen Buchscanner zur Verfügung.

 

Letzte Änderung 08.02.2019

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