Zum Hauptinhalt springen

Einsichten - Aussichten 2025

Schätze heben: Auf Trouvaillen stösst, wer täglich mit den Dokumenten aus Nachlässen und Archiven arbeitet. In «Einsichten - Aussichten 2025» öffnen Mitarbeitende des Literaturarchivs ihre Nachlässe und berichten von ihren schönsten Funden.

Diese Pionierin der Schweizer Frauenbewegung war modern – und traditionalistisch

Emma Pieczynska-Reichenbach (1854–1927), eine Vertreterin der ersten Frauenbewegung in der Schweiz, verfasste in den 1920er-Jahren mehrere Reden zum Thema der Mutterschaft. Deren Modernität, durchmischt mit Traditionalismus, überrascht heute und wirft Fragen auf.

Von Zahlen und Menschen: Die Lastenträger aus André Gides Expedition

Von Juli 1925 bis Mai 1926 unternahmen André Gide und Marc Allégret eine Expedition in das sogenannte Französisch-Äquatorialafrika Für diese Rundreise beschäftigten die beiden Männer eine grosse Anzahl von Lastenträgern, wovon erhaltene handschriftliche Listen zeugen.

Bitte Stillhalten!

Vor sechzig Jahren verstarb der Schweizer Literaturwissenschaftler Jonas Fränkel auf der Riedegg bei Thun. Sein Nachlass erweist sich als philologischer Jahrhundert-Fund.

Mit leisen Tropfen gegen Festgefahrenes

Die surselvische Lyrikerin Tresa Rüthers-Seeli schrieb buchstäblich gegen Felsen an: mit subtilem Blick auf Frauenleben und Rollenbilder in unveröffentlichten Prosatexten, die man in ihrem Archiv entdecken kann. Ihre Texte verknüpfen Dorfrealität, weibliche Perspektiven und Biografie.

Er riet seinem Freund: «Versuchen Sie vor allem, nicht dort zu bleiben»

Ein umstrittener Essay, eine Männerfreundschaft und eine Hassliebe zu Bern: Das alles steckt in den Nachlässen des Historikers Gonzague de Reynold und des Professors Pierre-Olivier Walzer.

Pässe der Heimatlosigkeit

Die Schriftstellerin Erica Pedretti wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat Mähren vertrieben. Von den politischen Umbrüchen jener Zeit erzählen in ihrem Archiv nicht nur ihre eigenen Ausweispapiere.

«Altmodischi züritüütschi Wörter» neu belebt

In diesem Frühjahr hat der Schriftsteller Hansjörg Schertenleib seinen ersten Mundartroman veröffentlicht. Ein Blick in sein Archiv zeigt, dass er schon viel früher in seinem Dialekt geschrieben hat.

Hermann Hesse in neuem Licht

Hermann Hesses Werk erfreut sich heute ungebrochener Beliebtheit und hat nichts an Aktualität verloren, wird aber von der Forschung vernachlässigt. Ein neues Handbuch zeigt neue Perspektiven auf Leben und Werk.

Eingepackt in Pergament: Die Entstehungsgeschichte einer zwei Jahrhunderte umfassenden Bibliografie

1904 wurde die «Bibliographie Rabelaisienne» veröffentlicht, in der die Werkausgaben von François Rabelais von 1532 bis 1711 verzeichnet sind.

Von grossen Freundschaften und kleinen Dingen

Traugott Vogel sandte Irmgard von Faber du Faur eine Fünf-Franken-Note. Dass der Geldschein nicht ausgegeben wurde, sondern bis heute fein säuberlich im Umschlag geblieben ist, zeigt, was für die Schriftstellerin zählt.

Prinzessin, Irrgarten – und ein Brunnen?

Wie Meret Oppenheim dem Art-Brut-Künstler Adolf Wölfli die Reverenz erweist.

Schweizerische Nationalbibliothek

Schweizerisches Literaturarchiv
Hallwylstrasse 15
Schweiz - 3003 Bern