L'ouverture du Congrès le 8 août 1864

Le Congrès se tenait à l’Hôtel de Ville de Genève.

Le 12 août 1864, la Neue Zürcher Zeitung rapporte l'ouverture du Congrès international de Genève

Genf. Bei der Eröffnung des internationalen Kon-
gresses waren die nachstehenden Bevollmächtigten anwesend:
Baden: Die H.H. Dr. Steiner, Oberfeldarzt und Dr.
Bolz, Medizinrath.
Belgien: Hr. Aug. Visschers, Bergrath.
England: Die H.H. Longmore, Generalinspektor
und Prof. der militärischen Chirurgie und Dr. Ruther-
ford, Generalinspektor der Spitäler.
Frankreich: Die H.H. Jägerschmidt, Unterdirektor
im Ministerium des Auswärtigen, v. Preval, militärischer
Unterintendant erster Klasse und Dr. Boudier, Oberarzt.
Hessen-Darmstadt: Hr. Major Brodruck.
Italien: Hr. Ritter Barossio, Divisionsarzt.
Niederlande: Hr. Westenberg, holländischer Laga-
tionssekretär in Frankfurt.
Portugal: Hr. Dr. Jose Marques, Departements-
chef im Kriegsministerium.
Preussen: Die H.H. von Kamptz, preußischer Ge-
sandter bei der Schweizer. Eidgenossenschaft, Dr. Löffler,
Generalstabsarzt im vierten preußischen Armeekorps und
Ritter, Geh. Rath im Kriegsministerium.
Sachsen: Hr. Dr. Günther, Generalstabsarzt.
Schweden: Hr. Major Staaf, militärischer Attache
bei der schwedischen Gesandschaft in Paris.
Schweiz: Die H.H. General Dufour, Moynier,
Präsident des internationalen Komites und Dr. Lehmann,
eidgen. Oberfeldarzt.
Spanien: Die H.H. Garcia de Quevedo, spanischer
Geschäftsträger bei der schweizer. Eidgenossenschaft und
Dr. Landa, Oberarzt.
Vereinigte Staaten: Die H.H. Georg Fogg,
Minister der Vereinigten Staaten in Bern und Bowlek,
europäischer Agent der amerikanischen Sanitätskommission
in Paris.
Württemberg: Hr. Dr. Hahn.

La "Gazzetta Ticinese" annonce l'ouverture du Congrès International de Genève.

Le 13 août 1864, la Neue Zürcher Zeitung offre sa Une au congrès :

Der internationale Kongreß in Genf
ist eine so seltene und erfreuliche Erscheinung, daß wir uns
verpflichtet fühlen, die Aufmerksamkeit des Lesers darauf zu
lenken. Um ihm das allgemeine Intresse hinzuwenden,
dürfen wir nur auf die Geschichte seiner Entstehung und
seine Ziele hindeuten.
Den Anstoß zur ganzen Bewegung gab das Buch des
Genfers H. Dunant «eine- Erinnerung von Solferino".
Dunant halte 1859 jener Schlacht in Oberitalien beige-
wohnt und erfahren, wie Vieles noch für eine bessere Pflege
der Verwundeten gethan werden sollte und könnte. Sein
Buch erregte allgemeine Ausmerksamkeit. In der Stadt
Genf aber blieb elne Anzahl Männer nicht blos bei from-
men Wünschen stehen, sondern frug sich: wie kann das Loos
der Opfer des Krieges gemildert werden? Nachdem sie sich
die Frage beantwortet, handelte es sich um Verwirklichung
ihrer humanen Ideen. Sie verbreiteten sie in andern Län-
dern und luden zu einer allgemeinen Konferenz nach Genf
ein, die im Oktober vorigen Jahres zusammentrat. Nach
einr viertägigen Diskussion stellte sie ein internationales
Komite und elne Anzahl von Resolutionen auf. Diese
Wünsche waren zweierlei Art. Die einen bezogen sich auf
die Privathülfe, die den Verwundeten gebracht welden soll
auf dem Schlachtfeld, in len Ambülancen und Spitälern
zur Unterstützung der offiziellen Hülfe, die selten einmal dem
Bedürfniß entspricht. Hier ist die individuelle Initiative
Alles; hier muß die mitleidvolle Thätigkeit ganzer Bevöl-
kerungen Alles thun. Von den Regierungen wird nur ver-
langt, daß sie dieselbe genehmigen.
Von ganz anderer Art war die zweite Reihe der Wünsche.
Hier handelte es sich darum, die Neutralisation der Ver-
wundeten und aller Personen, die zu ihrer Hülfe bestimmt
sind, zu erlangen. Hier vermag bie Privatthätigkeit nichts,
indem die Annahme dieses Prinzips ganz in den Händen
der Regierungen liegt, die Krieg und Frieden machen. Da-
her mußte sich die Thätigkeit des internationalen Komite
nach dieser Seite richten. Es wandte sich direkt und indirekt
an die europäischen Mächte und fand beinahe überall
die erfreulichste Theilnahme.
Jetzt war der Boden zu einem internationalen Kongreß
geschaffen. Der schweizerlfche Bundesrath lud die verschie-
denen Regierungen zur Theilnahme ein, und fast alle euro-
päischen Mächte sagten zu. Von den Verhandlungen des
nun versammelten Kongresses wissen wir, da er bei geschlosse-
nen Thüren diskutirt, noch nichts ; Hauptgegenstand dersel-
ben wird aber die Neutralisation sein. Man hofft, daß
aus der Versammlung ein internationaler Vertrag hervor-
gehen werde , der die theilnehmenden Mächte verpflichtet,
Schwerverwundete und das Personal, das sie besorgt und
pflegt, nie zu Kriegsgefangenen zu machen.
Aus dem Gesagten geht hervor, daß die Konferenz ein
tief menschliches Werk verfolgt. Möge es ihr gelingen!
Es freut uns, daß der Anstoß dazu von unserm Lande aus-
gegangen ist und die Konferenz auf dem neutralen und fried-
lichen Boden der Schweiz tagt. Unser Land kann die vie-
len Kriege, welche Ehrgeiz und Eroberungssucht entzünden,
nicht verhindern, aber es kann dazu beitragen, daß das Loos
der Opfer derselben weniger schrecklich ist. Den Genfern
aber, welche die Initative ergriffen, gebührt der Dank jedes
Menschenfreundes. Sie sind den schönsten Traditionen ihrer
Vaterstadt treu geblleben.die, wo irgend ein großes human-
nes Werk gezeitigt wurde, unter dessen Urhebern immer
eines oder mehrere ihrer Kinder zählte.
Wir haben nur noch beizufügen, daß das internationale
Komite während der deutsch-dänischen Kämpfe zwei Dele-
girte auf den Kriegsschauplatz sandte, deren reichhaltige Er-
fahrungen in Form von Berichten vom Komite publizirt
worden find.

La Revue militaire suisse aussi rend compte du congrès :

La „Fögl d'Engiadina" cite les états participants et non-participants au congrès :

Le journal lausannois L'Estafette rapporte quels états participent au congrès international et ceux qui ont déclinés l'invitation.

Le texte proposé par les représentants de la Suisse :

Les grands dîners offerts par les Genevois et le Conseil fédéral suisse :

Genf. Die Gastfreundschaft der Genfer tritt bei An-
laß des internationalen Kongresses wieder auf’s glänzendste
hervor. Den Mitgliedern desselben wurden nacheinander
von den H.H. Favre, Vernes und Bartholony glänzende
Feste gegeben. Besonders brillant muß dasjenige am
Freitag auf der Villa des Hrn. Bartholony gewesen sein.
Er hatte die Flagge des Kongresses, das rothe Kreuz
im welßen Feld, aufgepflanzt. Sänger- und Musikchöre
wechselten mlt einander ab. Den Gästen wurde auch
das Schauspiel eines Wettkampfes zwischen Ruder- und
Segelschiffen geboten.
Bei dem großen Diner, das der Bundesrath am
Samstag Abend dem Kongreß im Hotel de la Metropol
in Genf gab, brachte den ersten Toast der Hr. Bundes-
präsident Dubs aus und zwar den Regierungen, welche
der Einladung des Bundesrathes Folge gegeben haben.
Der preussische Gesandte, Hr. von Kamptz, erwiderte den-
selben, indem er auf das immerwährende Wohl der
Schweiz, deren Empfang er verdankte, trank. Noch
toastiren der Spanier von Quevedo auf den General
Dufour und der letztere auf Hrn. Dunant. Der genfe-
rische Staatsrath wohnte dem Banquet in corpore bei.

Monsieur Bartholony organise une réception dans sa villa pour les membres du Congrès.

Les participants du congrès font une excursion sur le Lac Léman et à Versoix.

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