Teufelsbrücke

Aus: Vues Remarquables des Montagnes de la Suisse dessinées et colorées d’apres Nature, avec leur Description (Blatt 20), Ca. 1787-1788, Wolf, Caspar (1735-1783) [Maler/Zeichner], Descourtis, Charles Melchior (1753-1820) [Stecher], Carré, [Antoine] (18.-19. Jh.) [Stecher], Farbradierung und Crayon-Manier, koloriert, 32.4 x 22.8 cm (Bildmasse), 45.0 x 32.0 cm (Blattmasse), GS-GUGE-WOLF-7-20
C. Wolf, C.M. Descourtis, [A.] Carré, « [Teufelsbrücke] », ca. 1787-1788.
Die Schöllenenschlucht zwischen Göschenen und Andermatt bildet auf dem Weg in die Leventina lange Zeit ein schier unüberwindbares Hindernis. Erst zu Beginn des 13. Jahrhunderts gelingt es den Urnern, zwischen den schroffen Granitklüften und den reissenden Wassern der Reuss einen Übergang zu schaffen. Mit der Brücke, die der Sage nach der Teufel gebaut haben soll, wächst die Bedeutung des Gotthard-Saumpfads. Der Wegabschnitt hinterlässt aber bei den Menschen weiterhin einen tiefen Eindruck. So schreibt zum Beispiel ein Reisender Ende des 18 Jahrhunderts: «Der Anblick der Umgebung rund um die Teufelsbrücke ist von erschreckender Erhabenheit; die aufeinander geschichteten Felsblöcke erfüllen die Seele mit Bangen; man könnte meinen, man habe die Trümmer einer ganzen Welt vor Augen und die Sage von den Riesen sei hier wahr geworden». Der Status als einzig möglicher Weg auf der Nord-Süd-Route und als beeindruckender, furchteinflössender Ort trug zur Herausbildung des ikonischen Rufs der Brücke bei.
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