Das Dorf Hospenthal auf der Route des Gotthardpasses

Aus: Ansichten der neuen St. Gotthards-Strasse von Fluelen bis Lugano nach der Natur gezeichnet und geäzt von M. Kälin und J. Suter, nebst einer Beschreibung von Herrn Lusser M.D. aus Altdorf (Blatt 11), 1833, Kälin, Joseph Meinrad (1792-1834), Heinrich Füssli & Co. (Zürich), Aquatinta koloriert, 14.2 x 19.0 cm (Bildmasse), 23.7 x 30.9 cm (Blattmasse), GS-GRAF-ANSI-UR-21
J.M. Kälin, « Village d'Hospenthal route du St. Gotthard », 1833.
Im Vordergrund dieses 1833 publizierten Kupferstichs von Joseph Meinrad Kälin ist der Zusammenfluss von Furkareuss und Gotthardreuss zu sehen. Darüber thront die berühmte Burg von Hospental. Im Hintergrund links sind die ersten Biegungen und Windungen der neuen Strasse zum Gotthardpass zu sehen. Der Beginn des 19. Jahrhunderts ist die Zeit des strategisch und wirtschaftlich begründeten Ausbaus zahlreicher befahrbarer Alpenübergänge: In erster Linie die von Napoleon Bonaparte gewünschte und im Herbst 1805 eröffnete Simplonstrasse, dann aber auch der San Bernardino und der Splügenpass, die zwischen 1818 und 1823 ausgebaut wurden. Ein paar Jahre später wird zwischen 1827 und 1830 der Saumpfad über den Gotthard, der lange Zeit die einzige Übergangsachse zwischen dem Kanton Uri und der Leventina war, durch eine Strasse erweitert. Diese kann in der warmen Jahreszeit mit Kutschen und im Winter mit Schlitten befahren werden.
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