Geschichte: Friedrich Dürrenmatts letztes Stück - Ein Nachlass für ein nationales Literaturarchiv

Die Gründung des Schweizerischen Literaturarchivs verdankt sich Friedrich Dürrenmatt: Er hat seine Schenkung an die Gründung eines nationalen Literaturarchivs geknüpft.

Friedrich Dürrenmatt bei der Unterzeichnung des Erbvertrags mit Bundesrat Flavio Cotti und Alfred Defago (Foto: Lukas Lehmann)
Friedrich Dürrenmatt bei der Unterzeichnung des Erbvertrags mit Bundesrat Flavio Cotti und Alfred Defago (Foto: Lukas Lehmann)

Friedrich Dürrenmatt gelangte 1987 gemeinsam mit den Professoren Peter Nobel und Peter von Matt mit einem Schenkungsangebot an den Bund: Seine Nachlassregelung, es soll «ein schweizerisches Literaturarchiv für literarische Nachlässe von nationaler Bedeutung» gegründet werden, das «als Annexanstalt der Schweizerischen Landesbibliothek» geführt werden kann und seine Bestände angemessen für die Forschung bereitstellt. Nach informellen Vorgesprächen mit Alfred Defago, dem damaligen Direktor des Bundesamts für Kultur, legte Flavio Cotti, Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern, den Antrag dem Bundesrat vor und erhielt dessen Zustimmung, so dass der Erbvertrag am 27.6.1989 unterzeichnet werden konnte. Nach einer Vorbereitungsphase von einem guten Jahr, wird das Literaturarchiv kurz nach Dürrenmatts Tod im Dezember 1990 am 11.1.1991 gegründet. Es nimmt die Handschriftenabteilung der damaligen Landesbibliothek - heute Nationalbibliothek - in sich auf.

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