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Umzug

Umzug

Aktualisiert am 24. Sept. 2026

Wegen einer Veranstaltung bleibt der Lesesaal am Donnerstag, dem 15. Oktober 2026, geschlossen. Einmonatige Schliessung aufgrund des Umzugs: Vom 30. Oktober um 18 Uhr bis einschliesslich 29. November 2026.Wiedereröffnung am 30. November um 9 Uhr an der neuen Adresse: Monbijoustrasse 74, 3003 Bern.

Quarto 54 / 2024, Patricia Highsmith

Die aus Texas gebürtige Patricia Highsmith (1921–1995) hat seit ihrem Tod aufgrund von Verfilmungen ihrer Romane, und Publikationen aus dem Nachlass noch an Ausstrahlung gewonnen. Die 54. Ausgabe der SLA-Zeitschrift «Quarto» stellt die Autorin anhand von Fotoporträts, ihren Korrespondenzen, Aufzeichnungen und Roman-Verfilmungen vor und begleitet sie in ihren letzten Tessiner Jahren.

Das Heft widmet sich der Wahl-Schweizerin Patricia Highsmith. Ihr anhaltender Erfolg auch 30 Jahre nach ihrem Tod hängt u.a. mit den Verfilmungen ihrer Romane zusammen, wie die Beiträge von Elisabeth Bronfen und Wieland Schwanebeck zeigen. Den Wurzeln ihres berühmten Helden Tom Ripley geht Matthew Sperling in den «Notebooks» nach, während Magnus Wieland diese im Hinblick auf Reflexionen über das Schreiben untersucht. Die spezielle Beziehung Highsmiths zur Schweiz wurde zum einen durch den Diogenes Verlag als Vertreter ihrer Weltrechte etabliert, wie Highsmiths Lektorin Anna von Planta im Gespräch erläutert. Zum andern wohnte die Autorin in den späten Jahren im Tessin, worüber sie nicht nur in Briefen berichtete: Sie nahm das Maggiatal auch in eine Erzählung auf, wie Daniele Cuffaro zeigt. 

Ein besonderer Akzent des Quarto-Hefts liegt auf Briefen, die die Autorin täglich schrieb und mit deren Erwerbung das SLA den Highsmith-Nachlass kontinuierlich anreichert. Stéphanie Cudré-Mauroux weist nach, wie sich die brieflich dokumentierte Freundschaft mit Monique Buffet auf den Roman «The Boy Who Followed Ripley» auswirkte, und Ulrich Weber präsentiert die Korrespondenz zwischen Patricia Highsmith und ihrer Mutter als Schauplatz eines virtuos geführten Zweikampfs. Die Ausstrahlung der Autorin zeigen einerseits frühe Porträts und Fotomontagen von Rolf Tietgens, die Eckhardt Köhn im Kontext des Surrealismus einordnet, zum andern die späten Aufnahmen von Christian Scholz aus Tegna.