Swiss Press Photo 25: Die besten Schweizer Pressefotos in der Schweizerischen Nationalbibliothek
Bern, 01.07.2025 — Was wird vom Jahr 2024 in Erinnerung bleiben? Vom 3. Juli bis 10. Oktober 2025 präsentiert die Schweizerische Nationalbibliothek die Ausstellung Swiss Press Photo 25 mit den besten Bildern, die im vergangenen Jahr von Schweizer Pressefotografinnen und -fotografen eingefangen wurden. Die Retrospektive wird in Partnerschaft mit der Stiftung Reinhardt von Graffenried organisiert und zeigt die preisgekrönten Bilder des Swiss Press Photo Award.

Visuelles Gedächtnis der Schweiz und der Welt
In sechs Kategorien – Aktualität, Alltag, Schweizer Geschichten, Porträt, Sport und Ausland – bietet die Ausstellung einen vielfältigen Blick auf das aktuelle Geschehen in der Schweiz und weltweit. Jede Fotografie zeugt von einem Ereignis, einer Emotion oder dem Fragment einer Geschichte. Mit Reportagen vor Ort und starken Momentaufnahmen fügt sich die Ausstellung zu einem eigentlichen visuellen Bericht über das Jahr 2024 zusammen.
Den Preis der Fotografin des Jahres hat Anne Morgenstern für ihre Serie Swifties gewonnen. Diese befasst sich mit der Fangemeinde der amerikanischen Sängerin Taylor Swift. Eine Auswahl ihrer Fotografien ist in der Ausstellung zu sehen.
Das Zeitgeschehen im Fokus
Die Auswahl an Bildern ist breit und vielfältig und führt die Besucherinnen und Besucher mitten in die in- und ausländische Aktualität des Jahres 2024. Einige Bilder beeindrucken durch ihre unmittelbare Kraft: die Ukraine-Friedenskonferenz auf dem Bürgenstock (Alessandro della Valle, Keystone-SDA), die verheerenden Überschwemmungen im Maggiatal (Samuel Golay, Ti-Press) oder die jubelnde Menge an der Street Parade in Zürich (Michele Crestani, unveröffentlicht).
Andere Bilder erzählen von unspektakulären, aber ebenso bedeutenden Momenten des Alltags: die Rückkehr der Sonne in Lütschental nach vier Wintermonaten im Schatten der Alpen (Sébastien Anex, Schweizer Familie) oder die Swiss Dogshow in Luzern (Boris Müller, LUKB-Magazin Wertpapier).
Einige Serien befassen sich mit alten Traditionen wie den Schützenvereinen der Waadtländer «Abteien» (Marie-Lou Dumauthioz, 24 heures). Andere blicken auf Ereignisse zurück, die das nationale Geschehen prägten, wie die Konzerte in Bern nach dem Eurovision Song Contest 2024, den Nemo für die Schweiz gewonnen hatte (Jonathan Labusch, unveröffentlicht).
Die Porträts bilden eine intime und zugleich engagierte Galerie von Persönlichkeiten, mit Bildern der 90-jährige Textilkünstlerin Noémi Speiser (Kostas Maros, Basler Zeitung) oder der jungen Zürcher Nationalrätin Anna Rosenwasser, die sich für LGBTQIA+-Rechte einsetzt (Noëlle Guidon, NZZ am Sonntag Magazin).
Im Sport haben die Objektive die Schweizer Leistungen bei den Olympischen Spielen in Paris (Claudio Thoma, freshfocus) und die Energie bei den Weltmeisterschaften im Radsport und Para-Radsport in Zürich (Joseph Khakshouri, Schweizer Illustrierte) eingefangen.
Die komplexe internationale Aktualität wird mit Bildern aus dem Krieg im Jemen (Dominic Nahr, NZZ), wirtschaftlichen Spannungen in Argentinien (Tiziana Amico, republik.ch) und dem Widerhall des andauernden Kriegs gegen die Ukraine (Dominic Nahr, NZZ) dargestellt. Es sind starke Bilder, manchmal hart, aber immer menschlich.
Veranstaltungen:
Im Rahmen der Ausstellung Swiss Press Photo 25 führt die Schweizerische Nationalbibliothek mehrere kostenlose öffentliche Veranstaltungen durch.
Am 3. Juli 2025, 18.00 Uhr, gewährt Michael von Graffenried, Fotograf und CEO des Swiss Press Award (viersprachiger, jährlich ausgerichteter Medienpreis der Stiftung Reinhardt von Graffenried) anlässlich der Vernissage einen Blick hinter die Kulissen der Ausstellung.
Am 12. August 2025, 18.00 Uhr, führt Kathrin Gurtner, stellvertretende Leiterin der Graphischen Sammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek, durch die Ausstellung und zeigt auf, wie sich die Bildsprache der Schweizer Pressefotografie im Laufe der Jahrzehnte gewandelt hat.
Am 17. September 2025, 18.00 Uhr, bietet Anne Morgenstern, Fotografin des Jahres 2025, eine kommentierte Führung durch die Ausstellung auf Deutsch an, bei der sie ihre preisgekrönte Serie Swifties (Neue Zürcher Zeitung) vorstellt.
Am 7. Oktober 2025, 17.30 Uhr, findet eine öffentliche Führung auf Französisch mit Benjamin Michelet, wissenschaftlicher Mitarbeiter Kulturvermittlung der Nationalbibliothek, statt.
Praktische Informationen:
Dauer der Ausstellung: 3. Juli bis 10. Oktober 2025
Montag bis Freitag, 9.00 bis 18.00 Uhr
Ort: Schweizerische Nationalbibliothek, Hallwylstrasse 15, 3003 Bern
Freier Eintritt in die Ausstellung und alle Veranstaltungen
Die Schweizerische Nationalbibliothek sammelt Helvetica – Texte, Bilder und Töne der Schweiz – und sichert mit ihren Sammlungen das kollektive Gedächtnis der Schweiz. In Zusammenarbeit mit anderen Institutionen ermöglicht sie einen breiten Zugang zum kulturellen Erbe des Landes. Als zentrale Gedächtnisinstitution schlägt die Nationalbibliothek eine Brücke von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft. Sie spiegelt die Vielfalt sowie die Mehrsprachigkeit des Landes und fördert Gemeinschaft und Innovation. Die Nationalbibliothek ist eine Institution des Bundesamtes für Kultur (BAK).
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Flyer Swiss Press Photo 25 Schweizerische Nationalbibliothek
Bildlegenden Swiss Press Photo 25 Nationalbibliothek





