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Umzug

Umzug

Aktualisiert am 24. Sept. 2026

Wegen einer Veranstaltung bleibt der Lesesaal am Donnerstag, dem 15. Oktober 2026, geschlossen. Einmonatige Schliessung aufgrund des Umzugs: Vom 30. Oktober um 18 Uhr bis einschliesslich 29. November 2026.Wiedereröffnung am 30. November um 9 Uhr an der neuen Adresse: Monbijoustrasse 74, 3003 Bern.

D wie Distanz. Zu einem poetologischen Kernbegriff Dürrenmatts. Moritz Wagner

Im Rahmen der Ringvorlesung aus Anlass von Dürrenmatts 100. Geburtstag beleuchtet Moritz Wagner den Begriff der «Distanz», einen gattungsübergreifenden Kernbegriff der Poetik Dürrenmatts. 

«Distanz» bildet einen gattungsübergreifenden Kernbegriff der Poetik Dürrenmatts. Wiederholt hat er die zeitliche Distanzierung als poetisches Mittel dafür benannt, die Probleme der Gegenwart intellektuell erfassen und literarisch verfassen zu können. Auf das damit zusammenhängende künstlerische Darstellungsproblem verwies er in den Fingerübungen zur Gegenwart: «Man kann heute die Welt nur noch von Punkten aus beobachten, die hinter dem Mond liegen, zum Sehen gehört Distanz, und wie wollen die Leuten denn sehen, wenn ihnen die Bilder, die sie beschreiben wollen, die Augen verkleben?» (S. 32) Ohne Distanz gebe es schlicht «keine Kunst und kein Kunstwerk». (G 2, S. 223) Besonders drei Facetten soll unser Augenmerk gelten: 1. Distanz als Gattungskonstituens der Komödie und als Humor. 2. Distanz als ästhetisches Verfahren der Verfremdung. 3. Distanz als Paradigma des Fiktionalen im Kontext der dürrenmattschen «Gegenwelt».

Moritz Wagner, Dr. phil., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Schweizerischen Literaturarchiv und stellvertretender Leiter des Dienstes Erschliessung und Nutzung. Zuletzt erschienen: Moritz Wagner (Hg.): Ulrich Becher: New Yorker Novellen (Schöffling). 

Dürrenmatt von A bis Z. Ringvorlesung im Schweizerischen Literaturarchiv

Schweizerische Nationalbibliothek

Irmgard Wirtz
Schweiz. Literaturarchiv
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