Moby-Dick im Exil: Eine Hommage an Ulrich Becher
Soiree des Schweizerischen Literaturarchivs (SLA), Schweizerische Nationalbibliothek, Mittwoch, 14. April 2021, 18 Uhr, online.
Hommage an den Schriftsteller Ulrich Becher. Film, Lesung und Gespräch mit Martin Roda Becher, Anja Becher, Eva Menasse und Thomas Sarbacher.
Als «Moby-Dick» bezeichnete sich der jahrzehntelang in Basel lebende Schriftsteller Ulrich Becher in dem sehenswerten Filmporträt von Dieter Bachmann aus dem Jahr 1970 – als «ein weisser Walfisch, der auftaucht und wieder verschwindet». Dank der 2009 bei Schöffling erschienenen Neuausgabe seines Meisterwerks Murmeljagd, eines irrwitzigen, im Engadin der 1930er Jahre spielenden Kriminal-, Schauer- und Exilromans, tauchte einer der aufregendsten, sprachmächtigsten und humorbegabtesten Autoren der deutschsprachigen Exilliteratur wieder aus der literarhistorischen Versenkung auf. Mit den New Yorker Novellen, die ein ebenso abgründiges wie groteskkomisches Licht auf das New York der Jahre 1944 bis 1948 werfen und Becher auch als Meister der kleinen Form ausweisen, sowie seinem «Basler» Künstler- und Liebesroman Das Herz des Hais folgten zuletzt weitere Neuausgaben. Anlässlich Bechers Doppeljubiläum 2020 lädt das Schweizerische Literaturarchiv zu einer als Hommage angelegten Online-Soiree ein, in der wir mit beherztem Sprung in die genannten Werke eintauchen wollen.
Filmvorführung: Künstlerporträt über Ulrich Becher von Dieter Bachmann, SRF 1970
Gespräche mit Martin Roda Becher und Eva Menasse über Leben und Werk von Ulrich Becher
Anja Becher und Thomas Sarbacher lesen aus Das Herz des Hais und den New Yorker Novellen
Moderation: Moritz Wagner, Kurator des Teilnachlasses von Ulrich Becher im SLA
Hierbei handelt es sich um die gekürzte Aufzeichnung der Soiree. Aus lizenzrechtlichen Gründen konnte Dieter Bachmanns Filmportrait über Ulrich Becher nur einmalig ausgestrahlt werden.
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