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Das Spannungsfeld zwischen traditioneller und digitaler Bibliothek prägte das vergangene Jahr der Schweizerischen Nationalbibliothek. Für die Papierdokumente wurde ein neues Magazin in Betrieb genommen. Gleichzeitig wurde mit Hochdruck am Aufbau der elektronischen Sammlung gearbeitet. Die Sammlungen auf Papier umfassen rund 5 Millionen Dokumente mit Bezug zur Schweiz, dazu kommen gegen 280 literarische Archive und Nachlässe im Schweizerischen Literaturarchiv. Die Sammlung von Publikationen, die nur in elektronischer Form existieren - z.B. Webseiten und Online-Zeitschriften - ist von 8 Gigabytes auf 136 Gigabytes gewachsen.
Mehr zu diesen Themen und weitere Hintergrundinformationen zur NB bietet der Jahresbericht 2009.
„Passim" bietet Einblicke in die Arbeit des SLA, Berichte zu Veranstaltungen und Projekten, Hinweise zur Erforschung der Schweizer Literaturen. Kurzbeschreibungen der Neuerwerbungen sowie eine Liste der neu online verfügbaren Inventare runden jeweils das Bulletin ab. „Passim" versucht, allen vier Literaturen der Schweiz ein Sprachfenster zu geben; die Beiträge werden in der Originalsprache belassen. Ferner liegt jeder Nummer eine Auswahlbibliographie zu den Schweizer Literaturen bei.
Zu seinem 100. Geburtstag am 2. Januar 2010 ist es an der Zeit, den in Vergessenheit geratenen Autor Ulrich Becher in Erinnerung zu rufen. Von der Berliner Jugendzeit über die unsteten Exiljahre zwischen Wien, der Schweiz, Brasilien und den USA bis zur Nachkriegszeit, die er ab 1954 bis zu seinem Tod 1990 als „Dauergast" in Basel verbrachte, hat Becher unter erschwerten Bedingungen ein reiches Werk von Erzählungen, Romanen, Versepen, Dramen, Essays und Hörspielen geschaffen, am bekanntesten gewiss die erfolgreich gespielte und verfilmte „tragische Posse" Der Bockerer (UA Wien 1948) und der monumentale Roman Murmeljagd (1969). Neben persönlich geprägten Wiederbegegnungen mit Person und Werk gilt ein besonderer Akzent dieser Quarto-Nummer Bechers biografischer, literarischer und politischer Beziehung zur Schweiz, zeitweiliges Exilland und Heimat seiner Mutter in einem. Ebenfalls zur Sprache kommt die merkwürdige Wirkungsgeschichte seines Erfolgsstücks Der Bockerer. Bechers lebenslange Freundschaft mit dem Maler George Grosz ist nicht nur in einem reichen Briefwechsel und Grosz hier erstmals veröffentlichten, künstlerisch gestalteten Postkarten dokumentiert, sondern hat auch im mehrheitlich satirischen Bildwerk Bechers (woraus eine Auswahl in Farbdruck präsentiert wird) und im Roman Das Profil ihre Spuren hinterlassen.
Ein Aufsatz zur Lyrik und zu den Selbstkommentaren des Bündner Autors Andri Peer schliesst diese Nummer ab.
Nous tentons dans notre Bulletin de comprendre l'esprit d'indépendance et d'invention propre à Jean Starobinski, d'évoquer son extraordinaire foisonnement, ouvrant nos colonnes à des écrivains et à de jeunes chercheurs qui abordent des thématiques qui leur sont chères. Nous donnons une fois par année des informations sur la vie des archives Jean Starobinski dans des rubriques «Bibliographies», «Nouvelles du fonds», «Conférences du Cercle», «Jeunes chercheurs. Thèses», «Inédits du fonds», «Chronologie starobinskienne»...
Soeben ist die Nummer 4 von "Passim", dem Bulletin des Schweizerischen Literaturarchivs, erschienen. Schwerpunktthema sind die Autorenbibliotheken. Weitere Artikel geben umfassenden Einblick in die Arbeiten des SLA in den letzten Monaten. Eine Auswahlbibliographie zur Schweizerliteratur aus allen vier Landessprachen ergänzt die Textbeiträge.
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